Marion Metternich | Viva Las Vegas.
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Viva Las Vegas.

Viva Las Vegas.

Ein lauter, greller Fleck auf der Erde, so künstlich und unwirklich, dass man sich zunächst kaum vorstellen kann, dass Menschen hier nicht nur zum Vergnügen verweilen.

Alles ist hier auf die Bedürfnisse und den Geldbeutel der Touristen ausgelegt: die Kasino´s sind rund um die Uhr geöffnet, beim „gambeln“ erhält man soviel gratis Getränke wie man möchte, es gibt Hubschrauberflüge an den Grand Canyon, Limousinen in jeder Größe – sogar für meine Lieblingsnascherei- eine schockoladenumhüllte Erdnuss,- gibt es ein 5-stöckiges Kaufhaus mit eigenem Theater!

Und nirgendwo sonst habe ich bisher ein vielfältigeres Unterhaltungsprogramm erlebt: allein der Cirque du Soleil bietet hier 4-verschiedene Shows an, es gibt zahlreiche Musikveranstaltungen, Comedy Shows, Zauberer für jedes Niveau.

Die Einzigsten, die sich hier zu amüsieren scheinen, sind die vielen Touristen, die Nachts heuschreckenartig den Strip bevölkern. Die meisten findet man dann tagsüber an den geldverschlingenden Slot-Maschinen, in einen der vielen Hotellobby´s. In Las Vegas findet man alle zwei Meter einen Desinfektion-Spender, um Krankheiten vorzubeugen. Die Geldscheine dieser Welt wechseln so schnell ihren Besitzer wie nirgendwo sonst und gelten als Übertragungsherd Nummer 1.

Ich frage mich, was die Hotelangstellten, der Page, das Zimmermädchen, der Croupier nach der Arbeit machen. Zurück in die Wohnung, in der Wüste? Was treibt Menschen hierher um zu arbeiten? Der Ruhm sicher nicht.

Das Wasser kommt einen langen Weg, ehe es durch die Hähne schwappt. Es gibt nichts, was diese Gegend einladend macht. Kein See, kein Wald, keine Berge.

Vielleicht ist das der Grund, weshalb Siegfried und Roy, 15 Jahre lang, täglich zwei Shows hatten, bis zu jenem verheißungsvollen Tag, der das Ende ihrer Karriere erzwang.

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